Coaching Berlin Report

strategische Kommunikation ist kommunikative Beeinflussung

25.08.08 (Management, Strategisches Personalmanagement)

Kommunikation ist sowohl im privaten als auch im unternehmerischen Kontext ohne Zweifel eines der wichtigsten Themen.

Kommunikation ist die Basis menschlichen Miteinanders. Kommunikation ist jedoch auch die Grundlage für Veränderung.

Sicher stößt die Aussage auf allgemeinen Zuspruch, dass sowohl Erwartungen, Bedürfnisse oder Anforderungen und die Möglichkeiten der Befriedigung dieser stets sinnvoll, verstehbar und handhabbar (im Sinne der Salutogenese) kommuniziert werden sollten.

Gleichwohl gilt hier bereits zwischen privatem und beruflichen Kontext zu unterscheiden. Dieser Unterschied liegt in der Logik des jeweiligen Funktionskontextes. Ist das Privatleben in seinen Bezügen wesentlich schwächer in Formalien ausgeprägt, so ist ein Unternehmen stets ein zielorientierter Kontext, in dem schlussendlich alles Handeln von der Norm abgeleitet ist, seinen Beitrag zur wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit des Unternehmens beizutragen.

Somit ist die strategische Kommunikation explizit keine Zusatzkommunikation im Arbeitskontext, sondern dessen strategische Grundlage.

Kommunikation begegnet uns in der Arbeitswelt in allen Bereichen. Wir finden Sie in der Unternehmenspolitik, der Personalarbeit, der Akquise, der Steuerung, in den unterschiedlichsten Controllingsystemen mit ihren Anforderungen, in den Verhandlungen sowohl auf oberster als auf unterster Ebene… Kommunikation ist überall.   

Die wichtigste Grundlage der strategischen Kommunikation ist m.E. das Verständnis, wie Kommunikation strategisch werden kann… Auch wenn die Antwort auf diese Frage im ersten Eindruck banal erscheint, so ist die Umsetzung gar nicht so einfach.

Strategisch kann sicher einfach übersetz werden:
Ich möchte das erreichen, was ich mir vorgenommen habe zu erreichen. Hierfür habe ich im Vorfeld meines Vorhabens einen Plan für die Umsetzung entwickelt, wie ich das ersehnte Ziel bestmöglich erreichen kann (Effektivität und Effizienz). 

Möchte man also strategisch kommunizieren, benötigt man als erstes ein Ziel, einen vor der eigentlichen Kommunikation liegenden Handlungsplan und die Möglichkeit, bei Bedarf die Richtung nachzusteuern.

Noch einmal: man benötigt ein Ziel, einen Kommunikationsplan und man muss sich stetig reflektieren.

Zur Reflexion benötigt man nun allerdings das Fachwissen, was man in der Kommunikation zwischen Menschen alles in der strategischen Kommunikation reflektieren muss.

Eine Information besteht grundsätzlich aus 4 Dimensionen:

  Wenn man mit Menschen kommuniziert, kann jede Information, die ich abgebe oder aufnehme hinsichtlich

  • ihres Sachverhaltes
  • ihres Beziehungsangebotes
  • ihres Appells und
  • ihrer Selbstoffenbahrung über den Sender reflektiert werden. 

Strategisch zu kommunizieren, bedeutet also nun , im Vorfeld zu reflektieren, welche Interpretationsmöglichkeiten mein Gesages (Kommuniziertes) in den 4 Dimensionen auslösen können.

Für die strategische Kommunikation ist es entscheidend zu wissen, wie und unter welchen Voraussetzungen ich mein Gegenüber kommunikativ erreichen kann.

Daher ist es notwendig, in der strategischen Kommunikation zwischen der Ich- und der Wir-Perspektive zu unterscheiden.

Findet die Selbstoffenbahrung und der Appell ausschließlich in der Person des Senders einer Information seinen Ursprung, so steht der Sachverhalt (Bedarfslage der Kommunikation) und die Beziehungsebene (soziale Interaktion) immer im sozialen Verhältnis zwichen Sender und Empfänger.

In der strategischen Kommunikation muss demnach nicht nur die eigene Person stetig reflektiert werden, sondern vor allem ein Beziehungs- und Sachnutzen für den Empfänger der Information ausgearbeitet bzw. klar kommuniziert werden. Diese Nutzendimensionen bilden die Grundvoraussetzungen an Kopplungsmöglichkeiten, das zu erreichen, was (mit dem Gegenüber) erreicht soll. Dieses Verständnis ist vor allem in der Personalführung, dem Marketing und dem Vertrieb wichtig.

Die strategische Kommunikation ist umso erfolgreicher, wenn sowohl ein Sach- als auch ein Beziehungsnutzen aufgebaut werden kann.

Die strategische Kommunikation ist auch in meiner Arbeit in der Führungskräfteentwicklung, im Projektmanagement und im Projektmarketing immer wieder ein wichtiges Thema für die Kunden. Es ist aber auch eine schwierige und oftmals anstrengende Entwicklung, bis man sagen kann, man sein ein guter Stratege.

Mit besten Grüßen
Stefan Missal

   

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