Coaching Berlin Report

Selbstmanagement – stufenweise Persönlichkeitsentwicklung

05.11.09 (Coaching, Training & Co.)

Es gibt sie in unzähligen Varianten: Volksweisen.

Und eine trifft auch für das Selbstmanagement zu: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut“.

Ob nun die ganz eigenen kleinen oder die großen Veränderungs- und Gestaltungsprozesse im Leben – keinen von ihnen kann man von heute bis morgen erfolgreich über das Knie brechen.

Es sind vor allem 3 psychologische Theoreme, die für ein erfolgreiches Selbstmanagement – d.h. die eigene Person als wirksam zu erleben, sich und seine Umwelt flexibel nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen mitgestalten zu können und die hierfür notwendigen Ressourcen zu erschließen und zu fördern  – von Interesse sind:

  • Selbstbewusstsein, d.h. sich seinem Selbst / seiner eigenen Person mit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Vorstellungen bewusst sein
  • Selbstwerterleben, d.h. sich seiner eigenen Person zumindestens existentiellen Wert zuschreiben
  • Selbstwirksamkeit, d.h. sich als Person kompetent und bereit erleben, Bedürfnisse, Wünsche und Lebensentwürfe zu befiedigen und in die Tat umzusetzen.

Selbstmanagement ist Persönlichkeitsentwicklung in Schrittfolge:

Persönlichkeitsentwicklung

Der erste Schritt, der als notwendige Voraussetzung beschrieben werden kann, besteht darin, sich selbst (zumindest anteilig) erleben zu können.

Das eigene Erleben ist die Voraussetzung, hemmende und negativ beeinflussende Belastungen wahrnehmen zu können und für die eigene Person zu spezifizieren. Nichts ist für ein gutes Selbstmanagement hinderlicher, als diffusen Pauschalaussagen für die eigene Person zu unterliegen – wie z.B. „es ist grundsätzlich alles schlecht“.

Der nächste Schritt ist die Frage der Bereitschaft. Ohne Zweifel fällt die eigene Aktivierung umso schwerer, je düsterer die eigenen Bilder von der eigenen Person gemalt sind. Die Aktivierung ist jedoch die unumgängliche Voraussetzung, den ersten Schritt in die Veränderung zu gehen.

Positives Denken, d.h. sich auf die Lösung zu konzentrieren, ist keine Persönlichkeitseigenschaft, sondern aktives, erlernbares Verhalten. Ein Verhalten, das auf die eigenen Sinne, das Erleben und die Glaubenssätze ausgerichtet ist.

Verhalten ist niemals losgelöst vom jeweils wahrgenommenen Kontext zu betrachten. So gilt es, sowohl das bisherige Verhalten als auch die Lösungsansätze im Kontext ihrer Anwendung zu reflektieren und ggf. in der Ausgestaltung umzuformen.

Veränderungen bedeuten immer, eingefahrene Wege zu verlassen. Unbekanntes Terrain zu betreten und häufig auch die stürmische See des Ungewissen und der Erstmaligkeit zu durchqueren.  So wie es auf dem Meer Leuchttürme zur Orientierung in stürmischen Nächten und bei Dunkelheit gibt,  gilt es im sechsten Schritt konkrete Leitsätze zu formulieren. Auf der einen Seite hilft die Formulierung und das Ausschreiben, sich seiner eigenen Vorstellungen immer bewusster zu werden. Auf der anderen Seite nutzen die aufgeschriebenen Zettel an der Wand, auf dem Schreibtisch oder in der Brieftasche zur konkreten Visualisierungen in alltäglichen Situationen, in denen die neuen Vorsätze ansonsten leicht vergessen werden könnten.

Nicht irgendwie handeln, ist eine der wichtigsten Devisen des Selbstmanagements. In Schritt sieben und acht gilt es adäquate Verhaltensweisen (denn nur die sind von uns selber und anderen Personen beobachtbar) und sinnvolle Strategien zu konkretisieren. Selbstmanagement bedeutet auch, seine zur Verfügung stehenden Ressourcen mit Bedacht einzusetzen, damit für weitere Entwicklungsschritte möglichst viele weiterhin zur Verfügung stehen.

Einer der schlimmsten Fehler ist es, sich ausschließlich auf die ganz großen Ziele zu konzentrieren und kleine Zwischenergebnisse unbeachtet zu vernachlässigen. Die Gefahr besteht darin, auf dem Weg zum Großen Showdown die energetisierenden Motivatoren zu verlieren. Sinnvoller ist es, Veränderungen kleinschrittig umzusetzen und somit die veränderten Verhaltensweisen reflektorisch einzuüben.

Schlussendlich gilt es wieder, ein Selbstbild zu formulieren und nicht die Veränderungen im Verlauf der Zeit zu vergessen. Dies ist wichtig, um

  1. konkrete Punkte aufführen zu können, um seinen Stolz für die eigenen Veränderungen belegen zu können
  2. nicht wieder in alte (ja bisher lange wirksame) Muster zurückzuverfallen,
  3. positive Erfahrungen für neue Veränderungsprojekte zu haben.

Abschließend möchte ich sagen: Jeder Schritt in die Zukunft ist der erste richtige Schritt.

Mit besten Grüßen
Stefan Missal

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