Coaching Berlin Report

Problemkontexte im Coaching verlassen.

17.12.08 (Coaching, Training & Co., Strategisches Personalmanagement)

Coaching und Angeln

 

Problemkontexte. Dieses Wort und die dahinterliegenden Überlegungen sind im Coaching von zentraler Bedeutung.

Problemkontexte sind allerdings nicht nur die Kontexte, in denen Probleme auftreten oder in ihrer Wirkung erlebbar werden. Es sind auch die Kontexte, in denen Probleme als dynamische Prozesse entstehen und aufrecht erhalten werden.

Probleme sind interaktive Ergebnisse. D.h. es sind Kommunikations-(Handlungs)muster, deren Bedeutungen (Ursache & Wirkung) nicht verstanden oder sinnvoll in bestehende Wahrnehmungs- und Handlungsmuster integriert werden können.

Somit ist es sinnvoll, in der Auseinandersetzung mit Problemen nicht nur das Problem als Wirkung und / oder Ursache separat zu betrachten, sondern auch den sozialen Kontext in die Auflösungsüberlegungen einzubeziehen.

Nun ist aber die Frage, ob man den sozialen Kontext reflektieren kann, wenn man sich in diesem Kontext befindet? Kann man mehr als die Innenperspektive einnehmen, wenn man den sozialen / ggf. problemfördernden Dynamiken unterliegt?

Ja, mit unterschiedlichen Methoden der Dissoziierung kann man auch aus der Innenperspektive den Perspektivwechsel (imaginär) vollziehen. Eine weitere – und meines Erachtens einfachere – Variante ist es aber, den problemerzeugenden Kontext vorübergehend zu verlassen, um sich zu distanzieren und die neuen Eindrücke konkret wirken zu lassen.

Wechseln Sie den Kontext, so werden verständlicherweise sofort neue Eindrücke Ihre bisherige Perspektive ergänzen. Dies bedeutet noch nicht, dass in diesen neuen Eindrücken die Lösung zu finden ist. Doch unter Begleitung eines Coaches  können Sie die neuen Eindrücke als „Baumaterial“ für die Lösung verwenden.

Der Problemkontext ist für das Coaching also somit von mehrfacher Bedeutung. Er ist eine zu reflektierende Größe in der Zusammenarbeit mit dem Coachee. Er ist aber auch an sich die Begründung, mit dem Coachee neue Wege außerhalb des Problemkontextes zu gehen.

Ob in der Führungskräfteentwicklung oder im Personal Coaching lautet das Credo: „Tue was wirkt.“. Dies bedeutet aber auch, dass sich das Coaching und die Coaches an sich erweitern müssen, da die Prozessverantwortung ebenso außerhalb von Büros und Praxen gesichert werden muss.

Coaching kann überall stattfinden – wenn es genau dort wirkt. Ob beim Spaziergang, beim Angeln, beim Hobby, im Wohnzimmer, im Urlaub, im Auto, im Büro, im konkreten Arbeitsprozess, im Restaurant, beim Sport…

Mit besten Grüßen
Stefan Missal

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