Coaching Berlin Report

die therapeutische Orientierung der jeweiligen psychotherapeutischen Ausrichtung: Psychoanalyse, Verhaltenstherapie und Gesprächspsychotherapie

23.03.08 (Coaching, Training & Co.)

Coaching ist qualitativ etwas anderes als Psychotherapie, da schlussendlich auf andere Zielgrößen hingearbeitet wird. Dennoch ist das Wissen und die Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen der unterschiedlichen Therapieschulen sinnvoll und notwendig.

Die therapeutische Orientierung der jeweiligen psychotherapeutischen Ausrichtung:

Die Psychoanalyse/Tiefenpsychologie

Die Psychoanalyse und Tiefenpsychologie ist nicht primär auf die Beseitigung der psychischen Störungssymptome ausgerichtet, sondern versteht ihren Fokus in der Aufdeckung der den Symptomen zu Grunde liegenden unbewussten Entstehungsbedingungen. Eine Symptombehandlung kann zwar nach psychoanalytischem Verständnis in dem Bereich des vom Klienten eingegrenzten Therapieauftrages Linderung verschaffen, doch den ursächlichen unbewussten Konflikt nicht auflösen. Dieser Konflikt bleibt im Verständnis des psychoanalytischen Modells im Unbewussten bestehen und wird sich unter ausreichender energetischer Spannung in einer Symptomverschiebung seine Befriedigung verschaffen.

Die Behavioral-Kognitive Therapie

Die Behavioral-Kognitive Therapie versteht sich als symptomorientiert, d. h. orientiert an beobachtbaren Phänomenen. Die Interventionen des Therapeuten orientieren sich stetig an deren Wirkung für die störungsfreie Wechselbeziehung zwischen Klient und Umwelt. Ausgangspunkte für den Therapeuten sind die beobachtbaren Phänomene des Erlebens in Form von Verhalten und der damit verbundenen Fähigkeiten des Lernens. Die Symptombehandlung gilt als der Königsweg.

Die Gesprächspsychotherapie

Ebenso wie die Psychoanalyse und Tiefenpsychologie ist die Gesprächspsychotherapie auf die den Symptomen zu Grunde liegenden Ursächlichkeiten ausgerichtet. Im Fokus der Ursächlichkeit psychischer Störungen liegen nach der gesprächspsychotherapeutischen Störungslehre unbewusste Konflikte, resultierend aus der Erfahrungsentwicklung des betreffenden Indexträgers. Die Symptomorientierung dient im gesprächspsychotherapeutischen Prozess lediglich als empathischer Weg zu den Erfahrungsinkongruenzen.

Mit besten Grüßen
Stefan Missal

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