Coaching Berlin Report

Die Reifendruck-Metapher: Nutzen & Risiken vom Druckaufbau

11.01.10 (Coaching, Training & Co., Strategisches Personalmanagement)

Im Folgenden möchte ich 2 Metaphern dargestellen, die in einem Coachingworkshop zum Thema „Führung und Teamentwicklung“ erarbeitet wurden.

Die Metaphern finden vor allem dadurch ihren Reiz, da sie einfach zu verstehen und plastisch am ganz praktischen Beipiel nachvollzogen werden können. Gleichwohl sei darauf hingewiesen, dass die Methaphern:

  • sowohl unabhängig und von verschiedenen Teams
  • als auch die eine unter Federführung von einer Frau und die andere unter Anleitung durch einen Mann entwickelt worden sind.

Metapher 1:

Ein ausgewogenes Verhältnis gehört zu den Grundcharakteristiken eines Teams oder einer Partnerschaft. Es sind die gemeinsame Zielstellung und das gemeinsame Engagement nach den jeweiligen Voraussetzungen, die die Mitglieder eines Teams oder die Partner gemeinsam das Ziel erreichen lassen.

Stellen Sie sich ein Auto vor. Auch hier herrschen zwischen dem rechten und dem linken Reifen der Vorder- bzw. Hinterachse die gleichen Druckverhältnisse. Beide Reifen verüben ihre Tätigkeit nebeneinander.

Der unterschiedliche Reifendruck zwischen Hinter- und Vorderachse resultiert schlichtweg aus den unterschiedlichen Belastungsmomenten bzw. Rahmenbedingungen. Die jeweiligen Reifenpaare weisen grundsätzlich den gleichen Druck auf, unter dem sie stehen.

Dieses ausgewogene Druckverhältnis ist es, das das Auto unter Gasgeben geradeaus fahren lässt und nicht im Kreis.

Coaching und Selbstmanagement

Methapher 2:

Stellen Sie sich ein Motorrad als Methapher für ein Führungsverhältnis vor.

Die Aufgabe einer Führungskraft ist es, die Mitarbeiter je nach den Anforderungen und individuellen Voraussetzungen anzuleiten bzw. in ihrer Entwicklung, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit voranzutreiben. Es sind die Führungskräfte in einem Unternehmen, die die Entwicklungspotenziale freisetzen, mit ihren Mitarbeitern in eine erfolgreiche Weiterentwicklung vorzustoßen.

Die Kraft eines Motorrads wirkt über das Hinterrad auf die Straße. Das Hinterrad treibt über die Funktionsweise des Motorrades das gesamte Gefährt an, wobei das Vorderrad die Spur bzw. die Richtung hält.

Wo denken Sie, ist der Druck grundsätzlich höher? Auf dem Vorderrad oder dem Hinterrad eines Motorrades?

Es ist das antreibende Hinterrad, das ebenso wie Führungskräfte unter höherem Druck steht und auch so gefahren werden muss, um das Motorrad sicher auf dem Kurs halten zu können.

Als Methapher ist es demzufolge ratsam:

  • sowohl Führungskräfte grundsätzlich darauf vorzubereiten, solch einem Druck standhalten zu können
  • als auch so anzuleiten, dass Führungskräfte nicht bestrebt sind, ihren Druck auf die Mitarbeiter zu übertragen.

Persönlichkeitsentwicklung

Mit besten Grüßen
Stefan Missal

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