Coaching Berlin Report

Coaching: Verantwortung für den Prozess und das Ergebnis

05.12.08 (Coaching, Training & Co.)

Coaching ist ein vielfältiger Begriff und umfasst eine Vielzahl sich durchaus in Theorie & Praxis widersprechender Ansätze.

Eines ist allen Ansätzen gleich. Der Coach trägt als Professioneller die Prozessverantwortung.

Hierfür benötigt er auf der einen Seite die Kompetenz, den Coachingprozess mit Methoden, Instrumenten & Ansätzen systematisch steuern zu können.

Auf der anderen Seite benötigt er die innere & geschulte Stärke, Übertragungsprozesse innerhalb des Coachings frühzeitig erkennen und produktiv offenlegen zu können.

Gleichwohl kann kein Mensch (und demzufolge kein Coach) sich vollends aus einem sozialen Prozess dissoziieren. Dies wäre im Coaching auch fatal, da es gerade die Reflexionen aufkommender Übertragungsprozesse auf den Coach sind, die oft die entscheidenden Suchbewegungen beim Coachee auslösen.

Die Ergebnisverantwortung des Coachs wird häufig diskutiert und langläufig hat sich der Ansatz durchgesetzt, dass der Coach keine Ergebnisverantwortung trägt, sondern diese vollends auf Seites des Coachees liegt. Natürlich ist jeder Mensch in seinem Denken & Handeln in erster Linie selbstverantwortlich, da er schlussendlich mit seinem „Hirn denkt“ und seinem „Herzen fühlt“. Dem Coachee ist es demnach zu überlassen, was er mit seinen Prozesserkenntnissen anfängt.

Nichtsdestotrotz ist m.E. kein Coach frei der Verantwortung für das Ergebnis, da er

  • über seine Persönlichkeit & Anwesenheit,
  • seine Ansichten & Ansätze und
  • Methoden & Instrumente die Ausbildung eines „aus dem Prozess eingeschränkten“ Ergebnisses aktiv beeinflusst.

Dieser Verantwortung muss sich im Coaching pro-aktiv und reflexiv gestellt werden.

Geht es im Coaching demzufolge vielleicht nicht um ein gemeinsames Ziel, so geht es in jeder Beziehung um ein gemeinsam erreichbares Ziel. Und dieses erreichbare Ziel muss im Vorfeld erarbeitet und vertraglich festgehalten werden: Was können wir gemeinsam erreichen?, Was wollen wir gemeinsam erreichen? und Auf welcher Art und Weise wollen wir das Ziel erreichen?.

Im Personal Coaching – nicht zu verwechseln mit dem Personalcoaching – fungiert der Coach in sehr „enger“ Rolle zum Coachee und muss demnach eine vielfach höhere Prozess- und Ergebnisverantwortung für sich und den Coachee reflektieren. Der Grund liegt darin, dass im Personal Coaching nicht nur eine Dienstleistung gegen Geld zur Erreichung eines Ziels vorliegt. Im Personal Coaching wird in einem transparenten Prozess an einem gemeinsam erreichbaren Ziel gearbeitet. Der Coach fungiert als eine Art Sperlingspartner für den Coachee in einem Entwicklungsfeld (Lebenswelt), das auch für den Coach attraktiv und wachstumsfördernd erscheint. Dies ist ein gemeinsamer Prozess auf Augenhöhe, in dem die Anwesenheit und die Prozesssteuerung des Coaches, jedoch nicht das Ergebnis mit dem Honorar vergütet wird. Das gemeinsam zu ereichende Ergebnis entwickelt sich in einem partnerschaftlichen Prozess unter der Berücksichtigung der persönlichen Ziele, Wünsche, Beiträge und Intentionen mgl. Veränderungen.

Personal Coaching Outdoor

Mit besten Grüßen
Stefan Missal

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