Coaching Berlin Report

Coaching mit erlebniszentrierten Hilfsmitteln: ohne großen Aufwand

27.01.09 (Coaching, Training & Co.)

„Ich denke, also bin ich.“

Coachingmethoden

Dieser Satz des Philosophen René Descartes (1596-1650) hat nachhaltig über Jahrhunderte das westliche Weltbild geprägt.

Der Mensch als denkendes Wesen, das seine eigene Erkenntnis in der Bestätigung seiner eigenen Logik findet.

Dieses Weltbild und das daraus abgeleitete Verständnis, wie man Erkenntnis, Lehre und Einsicht bewirkt, hat eine Viel- & Unzahl rein kognitiver Lernkontexte und Lernmethoden geschaffen.

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Kognitive Lernkontexte zeichnen sich in erster Linie dadurch aus, dass sowohl der Weg der Erkenntnis als auch das erste fruchtbar gestaltete Ergebnis gedanklich sind. Viele Beispiele hierfür lassen sich sicher aus den Erfahrungen der eigenen Schulzeit ableiten.

Ohne an dieser Stelle den Beleg zu führen, haben uns die Psychologie, die Neuro- aber auch die Sozialwissenschaften gezeigt, dass der Mensch nicht nur ein gedankliches, sondern ein psycho-emo-soziales Wesen ist.

Der Satz von Descartes muss also erweitert werden: „Ich denke, ich fühle und ich gestalte mich in sozialer Gemeinschaft – also bin ich.“.

 

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Wenn der Mensch also zu seiner Menschwerdung bzw. Menschheitswerdung seine Kognition, seine Emotion und seine Fähigkeit des Sozialen (der Sozialisiation) bedarf, so müssen auch die Lernkontexte begreifbar, emotional erlebbar und sozial integrativ gestaltet sein.

Coaching ist der Lernkontext, in dem es um Erkenntnis geht. In einem gemeinsamen Kontakt zwischen Coach & Coachee werden stetig Wahrnehmungs- und Handlungsmuster hinterfragt. Im wahrsten Sinne des Wortes geht es um die kognitiven und emotionale Aha-Effekte. Ziel des Coaching ist es, einen Rahmen zu schaffen, indem der Coachee die Möglichkeit erhält, aktiv und auf eigener Erkenntnis beruhend eingefahrene Muster zu reflektieren, zu verlassen und sozial wirksam werden zu lassen.

 

 

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Coaching bedarf somit erlebniszentrierter Methoden. Neben den fachlichen Kentnissen werden dem Coach demnach auch Kreativität, Innovation und Flexibilität im Denken und Handeln abverlangt.

Es geht im Coaching also nicht nur um das Verstehen von sich selbst oder anderer Personen, sondern um das BEGREIFEN – um das aktive Erleben, die körperliche Auseinandersetzung mit begreifbaren Zusammenhängen und die Gestaltung real erlebbarer Szenarien.

Erlebniszentrierten Ansätzen & Methoden sind keine Grenzen gesetzt. Sie müssen vor allem nicht teuer gekaufte Tools sein, sondern viel sinnvoller aus der Lebenswelt des Coachees stammen, da sie somit nierdigschwelliger und handhabbarer sind.

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Aufstellungen komplexer Systeme lassen sich wunderbar mit Brett-Spiel-Figuren, Papierrollen, Chips oder Stiften realisieren. Der Coachee erhält somit die Gelegenheit, Dynamiken nicht kompliziert erklären zu müssen, sondern gestaltbar aufzuzeigen und nach Bedarf im Prozess zu verändern.

Diese Gestaltungsprozesse sind oftmals die Schlüsselprozesse. Der Coachee erhält die Möglichkeit, verdeckte Muster im spielerischen Vorgang aufzudecken, visuell zu reflektieren und zu modellieren.

 

CoachingmethodenDer Coach ist nicht allwissend. So ist es immer eine brauchbare Startegie, den Coachee selbst Materialien aussuchen zu lassen, die er für ein erlebniszentrierte Arbeit verwenden möchte. Selbst dieser Auswahlprozess kann hilfreiche Indizien liefern. So ist es grundsätzlich sinnvoll – nach Rücksprache – im Coaching eine Videokamera mitlaufen zu lassen, wenn man erlebniszentriert arbeiten möchte.

Im Anklang an Descartes möchte ich abschließen: Lassen Sie Ihren Coachee verstehen, begreifen, emotional erleben und sozial integrieren.

 

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