Work-Life-Balance: ein ganzheitlicher Ansatz
25.11.09 (Coaching, Training & Co., Gesundheitsmanagement & Gesundheitsförderung, Strategisches Personalmanagement)
Das Thema der Work-Life-Balance spielt in der Personalentwicklung eine immer größer werdende Rolle. Auf der einen Seite werden wir durch die zunehmende Anzahl von Angeboten für dieses Thema sensibilisiert. Auf der anderen Seite trifft das Thema punktgenau eine Frage, die für immer mehr Arbeitnehmer und Führungskräfte von Bedeutung ist: Wie bekomme ich meine ganz persönlichen, privaten Anforderungen & Erwartungen mit denjenigen meiner Arbeit unter einen Hut?!
Die folgenden Folien stammen aus einem Seminar, in der wir die Work-Life-Balance nicht nur thematisieren, sondern zusammen mit den Teilnehmenden konkrete Gestaltungsmöglichkeiten für den Alltag erarbeiten.

Wichtig ist es, grundsätzlich zu Beginn zu klären, was sich hinter diesem inflationären Begriff der Work-Life-Balance verbirgt. Hierfür soll der Verweis zu folgendem Text dienen: Selbstmanagement. Das Selbstmanagement ist das Handwerkszeug der Work-Life-Balance und dient dazu, sich als Mensch zu befähigen und zu aktivieren. Es gilt, sich in seinen Wünschen und Bedürfnissen bewusst zu erleben und das Gefühl der Selbstwirksamkeit aufzubauen, sich und seine Umwelt flexibel nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen mitgestalten zu können und die hierfür notwendigen Ressourcen zu erschließen und zu fördern.
Im Konzept der Work-Life-Balance gilt es, schlussendlich Selbststeuerungskompetenzen aufzubauen, externe Anforderungen & Ressourcen so gestalterisch für sich als Person zu nutzen, um eigene Bedürfnislagen bestmöglich befriedigen zu können.

Eine der größten Schwierigkeiten in der Thematisierung der Work-Life-Balance liegt darin, dass sie auf Teilaspekte reduziert wird. Die Work-Life-Balance besteht grundsätzlich aus der Förderung und Ausformung der fünf Dimensionen:
- Gesundheit & Wohlbefinden
- Arbeit & Leistung
- Sozialität & Beziehung
- materialle Sicherheiten
- Werte & Sinn.
Wichtig ist festzuhalten, dass sich diese fünf Säulen auf Dauer nicht gegenseitig kompensieren können.

Die Work-Life-Balance ist somit eine ganzheitliche Konzeption, die auch von den Beratern Weitsicht abverlangt. Grundsätzlich ist es keine Konzeption, die nur die psychische Gesundheit in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung stellt.
Auch wenn die psychische Gesundheit an sich von undiskutierbarer Bedeutung für die Work-Life-Balance ist und aufgrund des sich verändernden Belastungsgeschehens in der Arbeitswelt immer stärker in den Fokus der Wahrnehmung tritt, repräsentiert sie nur eine Säule der Ganzheitlichkeit. Und eines gilt es zu bedenken, die psychische Gesundheit steht in ihrer Ausprägung grundsätzlich in Beziehung zu den restlichen Säulen.

So wie die Work-Life-Balance aus fünf Dimensionen besteht, gilt es auch adäquate Methoden der Förderung zu thematisieren.
In eigener Sache: Stressmanagement ist und kann nicht das “Allheilmittel” der Work-Life-Balance sein.
Exemplarisch können folgende Beispiele benannt werden:
Gesundheit & Wohlbefinden: ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Entspannungsrituale in den Alltag einbauen
Arbeit & Leistung: Prioritäten setzten, regelmäßige Pausen, Urlaub, Weiterbildung, Selbstmanagement, Teamwork / Teambuilding
Sozialität & Beziehungen: Zeit für die Familie festsetzen, Zeit für die Partnerschaft festsetzen, Aktivitäten mit Freunden planen, Auszeiten für sich selbst nehmen
materielle Sicherheiten: Finanzplanung, Gehaltsverhandlungen, Altersvorsorge, Weiterqualifizierung im Beruf
Werte & Sinn: Hobbys, Religion, Kulturleben, gesellschaftliches Engagement

Die eigene Work-Life-Balance bzw. deren Förderung muss jedoch auch immer in den sozialen Verhältnissen betrachtet werden.
Work-Life-Balance ensteht nicht losgelöst, sondern immer in den Wechselbeziehungen zur sozialen Umwelt, z.B. mit dem Partner, dessen Arbeitskontexten und den eigenen Arbeits- und Sozialkontexten.

So gilt es, in der Work-Life-Balance neben den verhaltensorientierten Methoden zur Förderung auch verhältnisgestaltende Ansätze (gerade von Arbeitgebern) zu reflektieren:
Sozialität & Beziehung: z.B. flexible Urlaubsplanung, Betriebskindergärten
Gesundheit & Wohlbefinden: Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebskantine
Arbeit & Leistung: flexible Arbeitszeiten, Heimarbeit, Bildungsgutscheine
materielle Sicherheiten: leistungsbezogene Entlohnung, betriebliche Vorsorgeleistungen
Werte & Sinn: Mitgestaltungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer, Beteiligungskonzepte

Falls Sie neugierig geworden sind, freuen wir uns auf Sie!
Mit besten Grüßen
Stefan Missal
_____________________________
FreiRaum-Beratung ♦ Management und Gesundheit ♦ m personal coaching
www.freiraum-beratung.de
www.management-und-gesundheit.de
www.m-personal-coaching.de


07.04.10 um 10:32
[…] ihnen in Beziehung stehenden Belastungen auf allen Ebenen einer ausgeglichenen Work-Life-Balance (LINK) kompensieren […]
12.04.10 um 15:10
Arbeit Finden…
Die Empfehlung dieser Seite war ein wirklich erstklassiger Tip meiner Bekannten (-: Mille Grazie Moni! Habe die Ausfuehrungen hier mit Hochgenuss gelesen und werde die Seite auf jeden Fall weiterempfehlen (-:…