Coaching Berlin Report

Stress. Definition und Wirkungen.

08.03.08 (Coaching, Training & Co., Gesundheitsmanagement & Gesundheitsförderung, Strategisches Personalmanagement)

Die Definition von Stress nach Lazarus lautet:

„Psychologischer Stress ist eine bestimmte Beziehung zwischen Individuum und Umwelt, die von der Person als entweder beanspruchend oder die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigend bewertet wird. Das Individuum sieht das eigene Wohlbefinden durch diese Beziehung als gefährdet an.“ (Lazarus 1984: Stress, Appraisal, and Coping, S.19, eigene Übersetzung) “

Stressdefinition

Stress ist eine Bewertung, dass zwischen Anforderung und Ressource ein Missverhältnis existiert. 

Dieses Missverhältnis kann durch eine Vielzahl unvorhergesehener, unreflektierter, unbekannter und vor allem unkontrollierbarer Stressfaktoren ausgelöst werden:

  •  Zeitmangel
  • Termindruck
  • Lärm
  • Geldmangel, Schulden
  • fehlende Gestaltungsmöglichkeiten
  • große Verantwortung
  • ständige Konzentration auf die Arbeit (Fließband)
  • Angst, nicht zu genügen
  • Mobbing am Arbeitsplatz
  • soziale Isolation, Verachtung und Vernachlässigung
  • Schlafentzug
  • Reizüberflutung
  • Krankheiten und Schmerzen, eigene und die von Angehörigen
  • schwerwiegende Ereignisse (bspw. Wohnungseinbruch, Operation, Prüfung)
  • auch: (unausgleichbare) Unterforderung, Langeweile und Lethargie.

Die Symptome von Stress können vielseitig sein, sind aber in ihrer Qualität nicht gegeneinander abgleichbar.

Körperfunktionen:
Bluthochdruck, Beschleunigung von Herzfrequenz (Puls) und Atmung, Engegefühl, Kurzatmigkeit, Herzstiche, weiche Knie, trockener Mund, Kloß im Hals, Kreislaufstörungen (bis hin zum Kollaps), hoher Blutdruck, vermehrtes Schwitzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, Müdigkeit, sexuelle Störungen, Zyklusstörungen bei der Frau, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Migräne, Schwächung des Immunsystems, Hautveränderungen

Denkvermögen und Gefühle:
Unsicherheit, Überempfindlichkeit, Innere Anspannung und Überbelastung, Angst, Nervosität, Gereiztheit, Aggressivität, Hypochondrie, depressive Verstimmung, Niedergeschlagenheit, Resignation, Konzentrationsschwäche, Alpträume, eingeengte Wahrnehmung, Fixierung auf den Stressor (Scheuklappeneffekt), Denkblockaden, Leistungsabfall, Fehlerzunahme

Verhalten:
Vermeidung von stressauslösenden Situationen, gereiztes Verhalten, starre Mimik, Zittern, Stottern, Zähneknirschen, Fingertrommeln, Fuß wippen, sozialer Rückzug, seltenes Lachen, häufiges Weinen, Wut, Hass, massive Veränderung des Essverhaltens.

Gegen Stress bzw. seine Entstehung gibt es allerdings eine Vielzahl hilfreicher Ansätze (in anderen Beiträgen des Bloggs nachzulesen). Alle diese Strategien können den 5 Säulen der Stressbewältigung zugeschrieben werden:

  1. Bewegung
  2. Atmung
  3. Entspannung
  4. Ernärung
  5. Selbsthilfe.

Mit besten Grüßen
Stefan Missal

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