Coaching Berlin Report

Leistung und Alter: Die Perspektive wechseln

10.02.08 (Coaching, Training & Co., Gesundheitsmanagement & Gesundheitsförderung, Management, Strategisches Personalmanagement)

Die Perspektive wechseln

Wenn man jemanden an-sprechen will, muss man seine Sprache sprechen.

Lange Zeit konnte man die Schlagworte „Alter, Leistung, Lebensfreude“ nur sehr selten in der Arbeitsmarktdebatte finden. Wenn von Alter und Leistung die Rede war, drehte sich die öffentliche, politische und wirtschaftliche Diskussion meist um die Themengebiete der Arbeitszeitverlängerung, der Altersintegration und der Verhinderung von überdimensionaler Arbeitslosigkeit in der immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe der 50+. Nur selten hörte man Argumente, die die Stärken älterer Generationen für den gemeinsamen gesellschaftlichen Wachstumsprozess hervorhoben.

Ob im Kleinen oder Großen blieben die Schätze der älteren Generation häufig unbeachtet. An dieser Stelle möchte ich nur auf zwei, jedoch meines Erachtens die wichtigsten Sachverhalte hinweisen:

  1. Ältere Generationen verfügen über ein enormes Repertoire an Erfahrungswissen, das sich jüngere Generationen häufig nur schwer und mit enormen Aufwendungen erschließen können.
  2. Ältere Generationen nehmen in der Welt von morgen mit Abstand die größte Kaufkraft in der Bundesrepublik Deutschland ein.

Möchte man sich beide Sachverhalte zu Nutzen machen und sich somit auf künftige Herausforderungen vorbereiten, so muss man sich schon heute in die Lage versetzen, die Ansprüche und Anforderungen älterer Generationen erfüllen zu können.

KEV-Regelkreis

Auf den Einzelnen wie auf die gesamte Generation bezogen, besitzen Menschen eine für sie ganz spezifische Art und Weise sich die Welt zu erklären und diese zu gestalten.

Obwohl die Mitglieder einer Generation zueinander ganz individuelle kognitive, emotionale und Verhaltensmuster besitzen, bilden sie als Gesamtheit Muster aus, die sich ganz spezifisch von anderen Generationsmustern unterscheiden.

Ganz einfach gesprochen, spricht die Generation 50+ eine ganz eigene Sprache und hat ihre eigenen Ansichten, was sie emotional befriedigt bzw. was das Leben für sie lebenswert macht.

All diese kognitiven, emotionalen und Verhaltensmuster reproduziert die Generation 50+ in einer ganz spezifischen Lebens- und Erfahrungswelt.

Möchte man sich nun das Erfahrungswissen oder die Kaufkraft dieser Generation sichern, so muss man beginnen, die Sprache der Menschen dieser Generation zu lernen. Man muss Strukturen schaffen, die den Ansprüchen und Anforderungen der Generation gerecht werden.

Aus einer Gruppe der Gesellschaft, die häufig eher als belastend dargestellt wird, wird eine Kraft im Land, für die es Sorge zu leisten gilt. Es gilt jedoch nicht Sorge zu tragen, weil die Generation 50+ alt, schwach und krank ist, sondern weil die Gesellschaft in dieser Gruppe die Schätze von morgen findet.

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