Coaching Berlin Report

Betriebliches Eingliederungsmanagement

27.01.08 (Gesundheitsmanagement & Gesundheitsförderung, Strategisches Personalmanagement)

Die Präventionsvorschrift des § 84 Abs. 2 SGB IX verpflichtet alle Arbeitgeber zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement, sobald ein Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist, unabhängig von der Betriebsgröße.

Darüber hinaus ist das betriebliche und behördliche Eingliederungsmanagement, das zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für erkrankte Mitarbeiter gehört, nicht nur für behinderte und schwerbehinderte, sondern gleichermaßen auch für nichtbehinderte Menschen, also für sämtliche Beschäftigte einschließlich der Beamten durchzuführen.

Sinn und Zweck dieser Regelung ist es, umgehend zu klären:

  • wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden werden kann und damit Fehlzeiten verringert werden können,
  • mit welchen Hilfen und Leistungen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann und
  • wie der Arbeitsplatz erhalten, die Fähigkeiten des Arbeitnehmers weiter genutzt und eine erhöhte Einsatzfähigkeit und Produktivität sichergestellt werden können.

Das Eingliederungsmanagement ist sowohl Bestandteil einer effektiven und effizienten Unternehmensführung als auch eine wichtige Strategie im Feld der gesundheitsorientierten Personalführung.

Um den besonderen Anforderungen an das betriebliche Eingliederungsmanagement gerecht werden zu können, benötigen die Verantwortlichen im Unternehmen besondere Kenntnissen über die Voraussetzungen, den Ablauf und die rechtlichen Hintergründe aus der aktuellen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes.

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